Warum dieser Forschungsraum?
Viele Paare erleben in den Einzelsitzungen zum ersten Mal: Unsere Konflikte sind nicht einfach so festgefahren, wie sie sich anfühlen. Sie haben eine Logik — und sie haben mit unserer Geschichte zu tun, mit Überforderung, alten Beziehungserfahrungen und mit Mustern, die oft schon lange in uns wirken.
Gleichzeitig entsteht häufig der Wunsch, mit diesen Themen nicht allein zu bleiben. Deshalb gibt es den Forschungsraum Beziehungsfähigkeit: einen sechsmonatigen Erfahrungs- und Reflexionsraum für Paare und Elternpaare, der unsere Einzelbegleitung ergänzt und vertieft.
In einer festen Gruppe schauen wir über den Zeitraum von 6 Monaten auf typische Dynamiken in Paar- und Elternbeziehungen: Streit, Rückzug, Scham, Überforderung, emotionale Reaktivität und auf die Frage, wie Beziehung auch unter Stress lebendig bleiben kann.
Der Raum ist auch offen für Menschen, die bereits an anderer Stelle Paartherapie machen und sich mehr Gemeinschaft, Resonanz und gemeinsames Lernen wünschen. Es geht nicht darum, alles „richtig" zu machen. Es geht darum, sich selbst, die eigenen Muster und die gemeinsame Dynamik tiefer zu verstehen.
Durch die gemeinsame Arbeit wird erfahrbar: Ihr seid mit euren Herausforderungen nicht allein. So entsteht ein Raum für Mitgefühl, Ehrlichkeit, Humor, Entwicklung und Beziehung auf Augenhöhe.
Der aktuelle Kurs läuft seit dem 22. Juni 2026.
Die nächste Runde startet im Januar 2026. Anmeldungen werden ab September angenommen. Wenn ihr Interesse habt, schreibt uns gerne schon jetzt — wir melden uns, sobald die Anmeldung öffnet.
Was uns in diesem Raum beschäftigt
Das Übergeordnete ist die Frage nach Eigenständigkeit in Bezogenheit — wie können wir uns tief verbunden fühlen, ohne uns gegenseitig einzuengen oder emotional abhängig zu werden?
Wer bin ich eigentlich jenseits meiner Rollen in Beziehung und Familie — und was brauche ich wirklich?
Was bedeutet eine „erwachsene" Beziehung? Und woran merken wir, dass wir eher aus alten Verletzungen als aus dem Hier und Jetzt reagieren?
Wie können wir uns tief verbunden fühlen, ohne uns gegenseitig einzuengen, zu kontrollieren oder emotional abhängig zu werden?
Warum verlieren wir in Beziehungen oft den Blick für den anderen Menschen — und sehen stattdessen unsere Erwartungen, Ängste und alten Geschichten?
Wie lernen wir, Konflikte auszuhalten, ohne uns anzugreifen, zurückzuziehen oder uns selbst zu verlieren?
Was bedeutet radikal einfühlsame Selbstverantwortung in Beziehungen — und wie kann Beziehung zu einem Ort werden, an dem neue Erfahrungen möglich sind?
Die Themen & Termine
Zu Beginn geht es um dich selbst: Was wünscht und erhoffst du dir eigentlich in Beziehung? Was sind grundsätzlich deine Bedürfnisse — und was kennst du an Möglichkeiten, sie dir zu erfüllen? Was machst du, wenn sich deine Bedürfnisse nicht erfüllen? Wirst du dann laut, ziehst dich zurück, wirst nörgelig? Und wie gut funktioniert das — führt es dich zum Ziel? Der erste Abend dient vor allem der Selbstreflexion.
Was hast du in deiner Kindheit gelernt und erfahren in Bezug auf Bedürfnisse wie Nähe und Geborgenheit, dich in deinem autonomen Ausdruck unterstützt zu wissen? Wie willkommen waren deine Gefühle, dein Nein? Und was hast du aus all diesen Erfahrungen über Beziehung gelernt? Wie gestaltet sich aus diesen Erfahrungen heraus euer gemeinsamer „Tanz" — eure Dynamik in der Beziehung heute? Der Samstag findet in versetzten Gruppen statt, sodass ein Elternteil bei den Kindern bleiben kann.
Wir alle sehnen uns nach Liebe, Nähe und einem Menschen, der wirklich für uns da ist. Gleichzeitig erleben wir im realen Leben immer wieder, dass unser Gegenüber nicht so reagiert, wie wir es uns wünschen. Wie können wir mit den Unvollkommenheiten realer Beziehungen sein, ohne ständig am anderen zu ziehen, zu kämpfen oder ihn verändern zu wollen? Im Mittelpunkt steht die Frage, wie mehr innere Eigenständigkeit entstehen kann, ohne dabei die Sehnsucht nach Nähe und Verbindung aufzugeben.
Wir können unsere Beziehungspartner:innen nicht ändern. Was wir aber lernen können: den anderen Menschen tiefer zu sehen als das, was er oder sie oberflächlich tut, sagt oder unterlässt. Wenn wir beginnen, hinter Angriff, Rückzug, Kontrolle, Anpassung oder Verschlossenheit die Verletzlichkeit des anderen wahrzunehmen, entsteht oft etwas Neues: mehr Mitgefühl, mehr Wahrheit und manchmal wieder ein erster echter Kontakt. Das ist das, was wir Entfeindung nennen.
Viele Menschen wünschen sich, wirklich gehört und verstanden zu werden — und gleichzeitig fällt genau das in nahen Beziehungen oft schwer. Besonders dann, wenn alte Verletzungen berührt werden, geraten wir schnell in Rechtfertigung, Abwehr oder Angriff. In diesem Modul erforschen wir, wie echte Empathie und Reparatur möglich werden: Wie können wir offen für die Erfahrung des anderen bleiben, ohne uns selbst zu verlieren? Wie übernehmen wir Verantwortung, ohne in Schuld zu versinken? Und wie kann Verzeihen entstehen, wenn Verletzungen da sind?
Beziehungsfähigkeit zeigt sich nicht nur in den großen Gesprächen, sondern vor allem im Alltag: Haben wir Zeiten, in denen wir uns wirklich begegnen? Gibt es kinderfreie Räume, in denen wir nicht nur funktionieren? Wie bleiben wir als Eltern ein Team, auch wenn wir unterschiedlich ticken? In diesem Modul geht es um konkrete Formen von Beziehungspflege: Beziehungszeiten, Austauschrituale, Wertschätzung, faire Absprachen und die Frage, wie Paare auch im vollen Alltag kleine Räume für Kontakt, Ehrlichkeit und Nähe schaffen können. Konflikte sind dann nicht mehr unangenehm — sondern Möglichkeiten, sich tiefer kennenzulernen.
Was euch in dieser Zeit erwartet
Es wird erfahrbar, dass eure so individuell scheinende Dramatik in ihren Grundzügen auch andere Paare kennen.
Teresa & Jens besprechen das jeweilige Thema — erlebbar mit Szenen aus dem realen Beziehungsalltag.
Raum für eure Fragen und die Integration des Erfahrenen in euren Alltag.
Eine Einladung mit auf den Weg, um das Erfahrene im Alltag zu vertiefen.
Paare zum kontinuierlichen Forschungsaustausch über euren Beziehungsalltag zwischen den Terminen.
Teresa & Jens begleiten die Gruppe während der gesamten sechs Monate.
Alle Teilnehmenden können begleitende Sitzungen mit Jens und/oder Teresa buchen (nicht im Preis inkludiert).
So gestaltet, dass ein Elternteil bei den Kindern sein kann — alle Treffen werden aufgezeichnet.
Teilnahme als Paar oder allein möglich.
Für wen ist der Forschungsraum?
Menschen, die lernen wollen, sich erwachsen auf ihre Mitwelt und speziell den anderen Elternpart zu beziehen
Menschen, die bereit sind, ihren eigenen Kindheitsschmerz zu fühlen und ihn ganz zu sich zu nehmen
Paare, die eine Sehnsucht nach einer sehr tiefen Verbindung haben, in der sich beide frei fühlen
Wer den Kurs vor allem in Kombination mit persönlicher Begleitung nutzen möchte — als Paar oder allein
Auch offen für Menschen, die bereits an anderer Stelle Paartherapie machen und sich mehr Gemeinschaft und gemeinsames Lernen wünschen
Wenn ihr Interesse habt, schreibt uns kurz: welcome@forschungsraum-beziehung.de — und vielleicht einen Satz, wie ihr als Paar bisher begleitet werdet oder was ihr euch wünscht.
Stimmen
Wir sind wirklich sehr begeistert von dem Angebot. Die verschiedenen Qualitäten von Jens und Teresa und ihr Fokus auf jeweils eine Person waren sehr unterstützend. Der feine wertungsfreie Forschungsraum, der durch die liebevolle und klare Präsenz der beiden entsteht, ist sehr besonders. Besonders ist auch das Einbeziehen der Metaebene — dadurch rutscht alles an den richtigen Platz. Dadurch findet Bewusstseinsentwicklung statt und ein gelassenerer und selbstverantwortlicher Umgang mit schwierigen Situationen entstand für uns. Für uns war diese Kombination sehr besonders und hat unsere langjährige Paarbeziehung und Elternschaft wirklich verändert.
Tatjana & DirkDer Kurs war für uns ein voller Erfolg. Was uns besonders gefallen hat, war euch als Paar zu erleben. Ihr seid so warm und so authentisch. Eure persönlichen Konflikte in den Videos zu erleben bringt so viel Humor und Selbstreflexion rein — das ist ganz besonders. Uns als Paar hat der Kurs geholfen, uns wirklich erwachsener aufeinander zu beziehen. In der Kombination mit den Einzelsitzungen ist das ein wirklich großartiges Setting.
NinaJedes Mal wenn wir etwas von euren Angeboten mitmachen, ist so ein Gefühl von: „Ich will mehr davon!" in mir. Die Haltung, wie ihr das vorlebt, ist so eine neue Perspektive auf Beziehung und das Leben, die mich total tief berührt im Inneren. Sowohl für mich in Beziehung zu meinen Kindern, als auch in Beziehung zu mir selbst, als auch in Beziehung zu meinem Partner. Das ist so wertvoll.
PiaIch empfinde es so, dass bei uns durch die Begleitung nun noch mal ein ganz neues Verständnis für den anderen und ein echtes Wir-Gefühl entsteht, also unsere Liebe und Verbundenheit gerade noch mal so richtig wächst. Fast wie etwas, das noch stabiler und größer ist als es je war. Das hätte ich nie gedacht.
Judith